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Bericht zur Premiere PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arcy   
Donnerstag, den 26. Februar 2015 um 02:35 Uhr

Was ne Premiere! Puh... ich bin so superglücklich, ich kanns kaum beschreiben. Wir haben heute nicht nur sehr viele Facetten des Lebens auf die Bühne gebracht, sondern auch die Menschlichkeit der Protagonisten aufgezeigt. Wir haben es auf deutsch gesagt gerockt und wurden mit Standing Ovations belohnt. Dean hatte als Master of the Ceremony definitiv die Lacher auf seiner Seite. Zudem konnte er in der Hofnarr-Szene selber kaum aufhören zu lachen weil ihn Thommy mit seiner Djembe und seinem Hofnarrentum mal wieder richtig aus dem Konzept gebracht hatte, dass er einen kompletten Textaussetzer hatte. Das Publikum lachte und tobte und ermutigte Dean nicht aufzuhören. Jeder wollte wissen wie es weiter geht. Auch Bärbel als "die ständig reimende Altistin" hat das Publikum erwärmt und amüsiert. Eindrucksvoll waren die "Eltern-Kind" Szene mit einer sehr überzeugenden Lilith und der Mobbing Monolog mit Babette. Aber auch die Traumszene, sowie Hannis und Waltrauts Monologe waren äußerst einprägend. Es gab so viele Facetten der Gefühle von seelisch und körperlich geschundenen Menschen zu sehen. Mein Depressions Monolog ist noch nicht so wie ich das gerne hätte, aber ich werde weiter dran bleiben. Die Aussage bleibt dennoch bestehen. Am beeindruckendsten, hörte ich später, war wohl der Reimstreit angekommen. Ja, da gab es auch sehr viel Applaus.

Der größte Aussetzer des Abends war leider auf meiner Seite. Um mal Dean zu zitieren: "Du hast charmant verkackt!" Und ehrlich, mich hats umgehauen aber auch sowas von gepusht. Mit dem was passierte hatte keiner gerechnet. Wir waren im "Carmina Burana" Konzertteil nach der Pause. Ich hatte Druck auf der Kehle und mein Hals war plötzlich trocken während wir noch auf mein Solo hinsangen. Und ich hatte so viel Angst das mir die Stimme während "In Trutina" wegbleibt, dass mein Herz raste, als ich dran war. Ich sang den ersten Ton und zitterte sofort am ganzen Leib.Die Angst war so präsent, dass ich sogar den Text komplett durcheinander brachte und am Ende der ersten Strophe im Spotlight vor dem Publikum stand und sagte: "Scheiße, ich habs verkackt!" Sofort ging ein Jubel und Tosen durch das gesamte Publikum, ein Applaus hallte nieder, den ich kaum für möglich gehalten hätte. Stefan trat von seinem Podest an den Bühnenrand wo ich stand, nahm meine Hand und fragte: "Du hast Angst, oder?" Und ich flüsterte: "Ja!" Er versuchte mir Mut zu machen und lächelte und auch Satoko nickte mir auffordernd zu. Und dann kamen auch gleich die Rufe aus dem Publikum: "Alles ist gut!" (von Matt im Übrigen) und "Alles ist schön!" - Schließlich wurden die Stimmen laut ich solle doch noch mal von vorne singen. Satoko begann zu spielen... Ich sang - und wie! In diesem Moment habe ich alles gegeben was ging und habe meine Krankheit komplett weggeschoben. Und es kam der Klang der sich in so viel Gefühl hochsteigerte, wie Margit es in ihrem Monolog zum Thema "Ich kann singen" perfekt beschrieben hatte. Alles war von mir gelöst, ich habe endlich losgelassen und war frei, im Klang des Pianos und in dem Gefühl das mir durch das Publikum gegeben wurde. Die Liebe, die ich tief in mir aufnahm und mit der ich dieses Lied zu dem machte, was es auch inhaltlich aussagte. Ja, trotz dessen das ich sozusagen den Beginn total verhauen habe, habe ich gezeigt das ich trotzdem nicht aufgebe, sondern da bin um zu singen. Nicht nur für mich, sondern für alle die dort im Publikum saßen. Entsprechend war am Ende auch der Applaus und die Begeisterung. Und ich war wie gelöst. Dies war einer der geilsten Momente in meiner gesamten Bühnenzeit, wenn nicht sogar der geilste Überhaupt! Danke für die die Unterstützung an Stefan, Satoko, Daniel, Carola, den gesamten Straßenchor und an das Publikum, das mir heute gezeigt hat: "Ja! Ich kann singen!" Und ganz dickes Dankeschön an unsere Engel Frank und Jeannette die so viel organisiert und uns mit Salbei Bonbons, Ipalat und Vitaminen versorgt haben, damit wir stimmlich für Euch auch auf der Höhe waren!!! Denn nach wie vor sind viele von uns gesundheitlich angeschlagen.

Für uns war es auch noch mal wichtig denen Danke zu sagen, die an dem Stück mitgearbeitet haben, aber nicht auf der Bühne stehen konnten. Danke an Matt, Benni und Tom! Wir werden weiter machen! Auch für Euch! Heute abend gehts weiter! Ab 20 Uhr ist die nächste Vorstellung! Wer noch nicht dabei war, der sollte es nicht verpassen! Heute und am 5.3. ist noch mal die Chance sich die "Strassen-Carmina" im Heimathafen Neukoelln anzuschauen!

 

Die Strassen-Carmina - Standing Ovations nach der Premiere

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 28. Februar 2015 um 22:52 Uhr