Horizonte

IN[N0]SEN23 BASS+ARTZ

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Bericht zur 2. Aufführung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arcy   
Freitag, den 27. Februar 2015 um 16:53 Uhr

Ich habe gestern so viele zum Weinen gebracht mit meinem "In Trutina" Solo im Konzertteil... einfach überwältigend schön... Ich habe weniger gezittert als am Tag davor und Stefan glaubte trotzdem fast ich krieg da oben nen Herzinfarkt, aber ich habe das Lied mit so viel Liebe gesungen wie es ging. Mir wurde im nachhinein von jemandem gesagt das derjenige schon viele Varianten dieses Lied gehört hat, aber keines ihn bisher so emotional berührt hat wie das was ich gesungen habe... einfach nur Hammer - die Leute wissen gar nicht wie sehr das Balsam auf der Seele ist, auch wenn man es vielleicht nicht so überschwenglich zeigen kann. Denn auch wenn man es sich nicht vorstellen mag, aber in der Arbeit an diesem Stück haben wir alle uns unseren Ängsten und Abgründen mehr gestellt, als wir jemals im normalen Alltag in der Lage gewesen wären. Die Texte die wir geschrieben haben spiegeln unser Innerstes und unsere Erlebnisse wieder... Auch mein Depressions-Monolog ist gestern sehr gut gelaufen. Ab jetzt wird es immer besser werden.

Einige vom Kammerchor waren durch mein Solo so berührt, dass auch sie das Weinen mit Gewalt unterdrücken mussten, wie sie mir im nachhinein sagten. Krümel hat mir noch vor der Aufführung Mut zugesprochen und gesagt: Du kannst das doch! Mach es einfach! Du brauchst keine Angst haben! Und ich habe gesungen. Es war großartig! Meine Mutter hat sogar noch geweint als sie mir nach der Aufführung sagte das ich wie ein Engel gesungen habe. Sie war so stolz auf mich - genauso wie mein Vater. Er war ebenfalls total glücklich, hatte richtig gute Laune und freute sich das wir es geschafft haben alle Leute, inklusive ihm, mitzureißen. Und das trotz seiner massiven gesundheitlichen Probleme. Meine Eltern waren von allem was da oben auf der Bühne gezeigt wurde total angetan. Und sie haben sich sogar bei Stefan dafür bedankt, was er mit diesem Projekt erreicht hat, bei den Menschen die ein Teil davon geworden sind.

Der Tenor für die gestrige Aufführung war eindeutig: Einfach nur der Wahnsinn all das auf die Bühne zu bringen und ein solch emotionales Werk daraus zu machen, das weder kitschig noch überzogen, sondern einfach nur berührend ist. Ich werde noch mal einen kompletten Bericht zu unseren Aufführungen für die Straßenchor Seite schreiben. Ach... es war so schön...

Jetzt ist erst mal einige Tage Pause. Am Mittwoch gehts wieder los. Und am Donnerstag den 5.3. um 20 Uhr ist für alle noch mal die Gelegenheit sich das Stück im Heimathafen Neukölln anzusehen. Es wird leider vorerst die letzte Aufführung sein. Aber wir arbeiten dran das es weitere Aufführungen gibt! Auch außerhalb von Berlin.


Ausschnitt aus der 2. Aufführung, Konzertteil, Carmina Burana von Carl Orff

Der Strassenchor singt: Fortune Plango


Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 28. Februar 2015 um 23:13 Uhr